Autor: Herbert Kreuzeder

TU Austria kürt „Technikerinnen der Zukunft“

TU Austria kürt „Technikerinnen der Zukunft“

Foto: Luiza Puiu

Am 25. April 2019 wurden die Gewinnerinnen des TU Austria Wettbewerbs „Technikerinnen der Zukunft“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung mit Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß fand im Festsaal der TU Wien statt.

Es braucht mehr Frauen in der Technik! Aus diesem Grund hat die TU Austria (Verbund der TU Wien, TU Graz und Montanuniversität Leoben) den Wettbewerb „Technikerinnen der Zukunft“ ins Leben gerufen. Möglich wurde der Wettbewerb durch die großzügige Unterstützung der Berndorf Privatstiftung und Lukoil International.
Schülerinnen der 9. – 13. Schulstufe waren aufgerufen sich mit inspirierenden Technikerinnen zu beschäftigen. Egal ob berühmt oder noch unbekannt, aus dem eigenen Umfeld oder historische Technikerinnen – Ziel war mehr als ein Portrait. Behandelt wurden die Fragen was genau an der Person als inspirierend empfunden wird und welche Auswirkungen die jeweiligen Leistungen haben oder hatten. Ebenso verlangt wurde ein Ausblick auf die eigene Laufbahn und welche Learnings von den portraitierten Frauen übernommen werden können.

Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß betonte in ihrer Begrüßung wie wichtig Vorbilder sind und forderte „Mut zur Technik! Technik ist spannend und bietet nach wie vor die Chance zu Pionierleistungen So kann jede Frau hier zum Vorbild für die nächste Generation werden“.

Ein Expert_innengremium aus Professor_innen der drei technischen Universitäten wählte die besten 10 Einreichungen aus, wobei gleich fünf zehnte Plätze vergeben wurden. Die Reihung erfolgte durch drei TU Austria-Vizerektorinnen.

Die Gewinnerinnen

Verliehen wurden die Preise durch Sonja Zimmermann als Vertreterin der Berndorf Privatstiftung und TU Wien-Vizerektorin Anna Steiger.

Als Gewinnerin setzte sich Alina Strasser mit ihrem Video zu Sally Menke durch. Platz 2 ging ebenfalls an ein Video: Lamia Kurt, Firdes Kiraci und Victoria Schneider Romera „interviewten“ Grace Murray Hopper. Platz 3 geht an die Mädchen des Wahlpflichtgegenstands Informatik des Gymnasiums Dachsberg, die ein textbasiertes Spiel zum Leben bekannter Informatikerinnen programmierten.

Schnitt, Text, Illustrationen von Alina Strasser.
Musik: Hip Hop von Jasty (https://soundcloud.com/thisisjasty/hip-hop)

1. Preis – 700€ : Alina Strasser
2. Preis – 400€: Lamia Kurt, Firdes Kiraci, Victoria Schneider Romera
3. Preis – 400€: Hanna Wachtveitl, Lisa Seidermann, Lisa Häuserer, Sophie Gföllner und alle Mädchen des WPG Informatik des Gymnasiums Dachsberg
4. Preis – 400€: Sarah Jäger
5. Preis – 400€: Natalie Bertl
6. Preis – 300€ : Esra Kutluana, Beyza Kiraci, Sila Akarsu
7. Preis – 300€ : Verena Lueger, Vanessa Schmidt
8. Preis – 300€ : Josefa Hartl, Carina Hillimaier
9. Preis – 300€ : Alexandra Waldherr
10. Preis – 300€: Denise Dullnig, Valentina Brandner, Jenny Michl, Caroline Beckmann
10. Preis – 300€: Kira Gruber, Carmen Greber, Elma Kurtovic, Fanny Holzer
10. Preis – 300€: Kristina Schweiger, Dorka Sipöcz
10. Preis – 300€: Sophia Mathi, Flora Willinger
10. Preis – 300€: Andrea Waldherr

Fotos: Luiza Puiu

100 Jahre FRAUENstudium

Der TU Austria Preis 2019 „Technikerinnen der Zukunft“ ist Teil der Jubiläumsaktivitäten der TU Wien zu 100 Jahre FRAUENstudium. Bereits zum 16. Mal fand heute der Wiener Töchtertag an der TU Wien statt. Mädchen von 11–16 Jahren konnten die Arbeitsstelle ihrer Eltern Robotik-und 3D-Druck-Workshops besuchen. Der GirlsDayMini bot zwei Workshops für Mädchen im Kindergartenalter.

Rückfragehinweis:

Dr. Helga Gartner
Projektkoordinatorin 100 Jahre FRAUENstudium
Technische Universität Wien
T +43-1-58801-410865
100JahreFrauen@tuwien.ac.at

No More Bullshit! x TU Wien: „Frauen und Technik“

No More Bullshit! x TU Wien: „Frauen und Technik“

Montag, 14. Januar 2019 von 18:00 bis 21:00
TU Wien, Kuppelsaal, Karlsplatz 13, 1040 Wien
Gastgeber: TU Wien und Sorority
Eintritt frei

Anmeldung unter http://tuwien.ac.at/NoMoreBullshit erforderlich!

2019 ist es exakt 100 Jahre her, dass Frauen* zum Technikstudium in Österreich zugelassen wurden – allerdings zunächst unter der Voraussetzung, dass sie männlichen Hörern keine Studienplätze wegnehmen. Bis dato haben mehr als 15.000 Frauen* die Technische Universität Wien abgeschlossen. Rund ein Viertel der TU-Studierenden ist weiblich, in etwa 800 Frauen* absolvieren ein TU-Studium pro Jahr. Auch heute halten sich Geschlechterklischees in technischen Ausbildungsstätten und Berufen hartnäckig:

“Frauen und Technik …, das kann ja nicht gut gehen!”
“Du bist doch gar nicht so hässlich, warum studierst du hier?”
“Frauen könnten eh studieren, aber sie interessieren sich eben nicht für Technik.”

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „No More Bullshit“ räumen das Frauennetzwerk Sorority und die Technische Universität Wien mit ausschließenden Weiblichkeitsmythen auf. In kurzen Keynotes zerlegen vier renommierte Technik-Absolventinnen sexistische wie wohlbekannte Stammtischphrasen – und zwar mit Witz und Fakten:

VORTRAGENDE
Marina Crnoja-Cosic, Leiterin “Technische Textilien” bei Lenzing
Brigitte Jilka, Stadtbaudirektorin der Stadt Wien
Barbara Oberhauser, Technische Chemikerin und OMV-Managerin
Sabine Seidler, Rektorin der Technischen Universität Wien

MODERATION
Sandra Nigischer, Sorority

Frau.Muslimin.Technik

Frau.Muslimin.Technik

Fotoausstellung von Asma Aiad

Trotz laufender Bemühungen ist der Frauenanteil im technischen Bereich immer noch gering. Frauen verdienen auch in diesem Bereich weniger und besetzen seltener Führungspositionen. Circa ein Drittel aller Studienbeginner_innen an der TU Wien sind Frauen, die Anzahl steigt langsam aber stetig. Die Geschlechterverteilung in den einzelnen Studien geht dabei allerdings weit auseinander und reicht von über 50 Prozent Frauenanteil bis zu knappen 10 Prozent in einzelnen Ingenieursdisziplinen.

Die Verteilung von Arbeit entlang Geschlechtergrenzen und die Segregation am Arbeitsmarkt machen auch an den Toren einer Universität nicht halt. Manche Frauen sind dabei mehrfach von Diskriminierung betroffen. Wo es Frauen in unserer Gesellschaft schwer haben, haben sie es noch schwerer. So kämpfen muslimische Frauen mehrfach gegen Ausgrenzung aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Religion und/oder ihrer Herkunft: als Frauen, als Musliminnen und oft als Frauen mit Migrationshintergrund. Sie kämpfen gegen Klischees und Stereotype und müssen sich doppelt und mehrfach anstrengen, damit ihre Leistungen wahrgenommen und anerkannt werden.

Mit diesem Projekt sollen muslimische Frauen in der Technik sichtbarer gemacht werden – um Klischees entgegenzuwirken und Stereotype zu dekonstruieren. Die Darstellung unterschiedlicher muslimischer Frauen, die in den verschiedensten technischen Bereichen tätig sind, soll dazu beitragen das Bild von Frauen und Diversität in der Technik zu einer Selbstverständlichkeit zu machen.

Ausstellungsorte und Zeiten:
5. – 9.4. Im Foyer 3.OG Karlsplatz
10.4 – 3.5. Aula Stiege 1 beim Prechtlsaal
3. – 23.5. Aula Gußhausstraße 27 – 29 Neues EI
24.5. – 16.6. Poststellenaula Karlsplatz 13
17.6. – 14.7. Aula Gußhausstraße 27 – 29 Neues EI
15.7. – 1.9. Freihaus Aula 2.OG gelb, Wiedner Hauptstaße 8-10
2.9. -29.9. Getreidemarkt erstes Untergeschoß
30.9. – 27.10. TU Bibliothek, Resselgasse 4
28.10. – 3.11. Aula Karlsplatz 13 Stiege1 beim Prechtlsaal
4.11. -1.12. Karlsplatz 13 Poststellenaula