Autor: Herbert Kreuzeder

No More Bullshit! x TU Wien: „Frauen und Technik“

No More Bullshit! x TU Wien: „Frauen und Technik“

Montag, 14. Januar 2019 von 18:00 bis 21:00
TU Wien, Kuppelsaal, Karlsplatz 13, 1040 Wien
Gastgeber: TU Wien und Sorority
Eintritt frei

Anmeldung unter http://tuwien.ac.at/NoMoreBullshit erforderlich!

2019 ist es exakt 100 Jahre her, dass Frauen* zum Technikstudium in Österreich zugelassen wurden – allerdings zunächst unter der Voraussetzung, dass sie männlichen Hörern keine Studienplätze wegnehmen. Bis dato haben mehr als 15.000 Frauen* die Technische Universität Wien abgeschlossen. Rund ein Viertel der TU-Studierenden ist weiblich, in etwa 800 Frauen* absolvieren ein TU-Studium pro Jahr. Auch heute halten sich Geschlechterklischees in technischen Ausbildungsstätten und Berufen hartnäckig:

“Frauen und Technik …, das kann ja nicht gut gehen!”
“Du bist doch gar nicht so hässlich, warum studierst du hier?”
“Frauen könnten eh studieren, aber sie interessieren sich eben nicht für Technik.”

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „No More Bullshit“ räumen das Frauennetzwerk Sorority und die Technische Universität Wien mit ausschließenden Weiblichkeitsmythen auf. In kurzen Keynotes zerlegen vier renommierte Technik-Absolventinnen sexistische wie wohlbekannte Stammtischphrasen – und zwar mit Witz und Fakten:

VORTRAGENDE
Marina Crnoja-Cosic, Leiterin “Technische Textilien” bei Lenzing
Brigitte Jilka, Stadtbaudirektorin der Stadt Wien
Barbara Oberhauser, Technische Chemikerin und OMV-Managerin
Sabine Seidler, Rektorin der Technischen Universität Wien

MODERATION
Sandra Nigischer, Sorority

Frau.Muslimin.Technik

Frau.Muslimin.Technik

Fotoausstellung von Asma Aiad

Trotz laufender Bemühungen ist der Frauenanteil im technischen Bereich immer noch gering. Frauen verdienen auch in diesem Bereich weniger und besetzen seltener Führungspositionen. Circa ein Drittel aller Studienbeginner_innen an der TU Wien sind Frauen, die Anzahl steigt langsam aber stetig. Die Geschlechterverteilung in den einzelnen Studien geht dabei allerdings weit auseinander und reicht von über 50 Prozent Frauenanteil bis zu knappen 10 Prozent in einzelnen Ingenieursdisziplinen.

Die Verteilung von Arbeit entlang Geschlechtergrenzen und die Segregation am Arbeitsmarkt machen auch an den Toren einer Universität nicht halt. Manche Frauen sind dabei mehrfach von Diskriminierung betroffen. Wo es Frauen in unserer Gesellschaft schwer haben, haben sie es noch schwerer. So kämpfen muslimische Frauen mehrfach gegen Ausgrenzung aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Religion und/oder ihrer Herkunft: als Frauen, als Musliminnen und oft als Frauen mit Migrationshintergrund. Sie kämpfen gegen Klischees und Stereotype und müssen sich doppelt und mehrfach anstrengen, damit ihre Leistungen wahrgenommen und anerkannt werden.

Mit diesem Projekt sollen muslimische Frauen in der Technik sichtbarer gemacht werden – um Klischees entgegenzuwirken und Stereotype zu dekonstruieren. Die Darstellung unterschiedlicher muslimischer Frauen, die in den verschiedensten technischen Bereichen tätig sind, soll dazu beitragen das Bild von Frauen und Diversität in der Technik zu einer Selbstverständlichkeit zu machen.

Derzeit ist die Ausstellung bis 5.4. am Getreidemarkt erstes Untergeschoß zu sehen.
5. – 9.4. Im Foyer 3.OG Karlsplatz
10.4 – 3.5. Aula Stiege 1 beim Prechtlsaal
3. – 23.5. Aula Gußhausstraße 27 – 29 Neues EI
24.5. – 16.6. Poststellenaula Karlsplatz 13
17.6. – 14.7. Aula Gußhausstraße 27 – 29 Neues EI
15.7. – 1.9. Freihaus Aula 2.OG gelb, Wiedner Hauptstaße 8-10
2.9. -29.9. Getreidemarkt erstes Untergeschoß
30.9. – 27.10. TU Bibliothek, Resselgasse 4
28.10. – 3.11. Aula Karlsplatz 13 Stiege1 beim Prechtlsaal
4.11. -1.12. Karlsplatz 13 Poststellenaula