News

Festakt 100 Jahre Technikstudium für Frauen

Festakt 100 Jahre Technikstudium für Frauen

Die Technik ist weiblich

Die Technische Universität (TU) Wien ist als Österreichs größte Forschungs- und Bildungseinrichtung für Technik und Naturwissenschaften ein Ort der Motivation und Inspiration in der Forschungslandschaft Europas. Während rund der Hälfte der etwas mehr als zweihundertjährigen Universitätsgeschichte, hatten Frauen keinen regulären Zugang zum Studium an der Technischen Hochschule. Erst mit einem Erlass 1919 öffneten sich die Hörsaal- und Labortüren für Frauen und ihre technisch-naturwissenschaftlichen Karrieren.

Bundesminister Univ.Prof. Dr. Heinz Faßmann wird die Festrede halten.

Im Rahmen der Veranstaltung wird darüber hinaus der Titel Ehrenbürgerin der Technischen Universität Wien verliehen an

  • Anna C. FRANK
  • Mag.phil. Dr.phil. Juliane MIKOLETZKY
  • Ao.Univ.Prof.i.R. Dipl.-Ing. Dr.techn. Ingrid STEINER
  • Univ.Prof.i.R. Dr.phil. Ina WAGNER

Ein Ensemble der Akademischen Bläserphilharmonie wird eine Fanfare zum 100-Jahr-Jubiläum “ Technica Femina“ uraufführen. Für die weitere musikalische Umrahmung sorgen Mitglieder des TU-Orchesters.

Katrin Grumeth wird aus dem Jubiläumsband „1919 – 2019 100 Jahre Frauen an der Technischen Universität Wien“ lesen.

https://mediashop.at/buecher/1919-2019-100-jahre-frauen-an-der-technischen-universitaet-wien/

Der Facebook-Livestream zum Nachschauen:

Soundbites

Bildergalerie

Fotos: TU Wien/Matthias Heisler|goemb.at

Festakt 100 Jahre Technikstudium für Frauen
Montag 8. April 2019, 10 Uhr c.t.
Kuppelsaal der TU Wien
Karlsplatz 13, Stiege 1, 4. Stock

Pionierinnen der Architektur an der TH / TU Wien

Pionierinnen der Architektur an der TH / TU Wien

Die Ausstellung hängt bis Jahresende 2019 im Kuppelsaal ist aber aufgrund diverser Veranstaltungen im Raum nicht immer zugänglich. Die Ausstellungskuratorinnen bieten daher Führungen an. Treffpunkt ist immer im Kuppelsaal Karlsplatz 13, 4.OG und wir bitten um Anmeldung unter: 100JahreFrauen@tuwien.ac.at

  • 1.4. 12 Uhr Führung mit Sabine Plakolm
  • 22.5. 09 Uhr Führung mit Dörte Kulmann
  • 22.5. 11 Uhr Führung mit Lena Krautgartner
  • 17.9. 13 Uhr Führung mit Dörte Kuhlmann
  • 9.10. 13 Uhr Führung mit Lena Krautgartner
  • 30.10 17 Uhr Führung mit Sabine Plakolm

Frei zugänglich ist die Ausstellung an folgenden Terminen:

23.4. 9:00 – 19:00; 08.05. 09:00 – 14:00; 21.06. 09:00 – 14:00; 08.07. 09:00 bis 19:00; 24.09. 12:00 – 19:00 ; 25. 11. 09:00 bis 14:00 und 04:12. 09:00- 14:00

Die Ausstellung widmet sich den ersten Pionierinnen, die an der Technischen Hochschule zwischen 1919 bis in die Nachkriegszeit Architektur studierten und zum Teil auch schon promovierten. Durch exemplarische Einblicke in einige Biografien versucht die Ausstellung, Lebens- und Karrierewege der frühen Architektinnen nachzuzeichnen.

Da sich unter ihnen viele Frauen jüdischer Herkunft befanden, bedeutete das Jahr 1938 für sie eine existenzbedrohende Zäsur. Viele wurden ins Exil getrieben. Während des Krieges stieg der Frauenanteil an der TH deutlich an und manche arbeiteten auch für die Kriegs- und Rüstungsindustrie.

Nach dem Krieg leisten die Architektinnen einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau und übernahmen Bauaufgaben, die Frauen bislang vorenthalten wurden.

Namen der gezeigten Architektinnen:
Lucia Aichinger, Karola Bloch, Elizabeth Close, Dora Gad, Adelheid Gnaiger, Gusti Hecht, Ilse Koci, Helene Koller-Buchwieser, Brigitte Kundl, Edith Lassmann, Eva Mang-Frimmel, Ulrike Manhardt, Lionore Perin-Regnier, Melita Rodeck, Dita Roque-Gourary, Helene Roth, Elise Sundt, Slawa Walewa-Coen.

Folder zur Ausstellung
Einladung
TU-Frauenpreis 2019 für Susanna Zapreva

TU-Frauenpreis 2019 für Susanna Zapreva

Mit Susanna Zapreva (enercity AG) ehrte die TU Wien am 6. März 2019 zum vierten Mal eine Absolventin, die durch ihren Werdegang Inspiration und Vorbild für Schülerinnen und Studentinnen ist. Die Auszeichnung erfolgreicher Role Models mit dem TU-Frauenpreis erfolgt seit 2015.

Preisträgerin Susanna Zapreva, Rektorin Sabine Seidler

Die TU Wien ehrt damit seit 2015 Absolventinnen, deren Berufsbiografie als Vorbild für Schülerinnen und Studentinnen dient und diese für ihre eigene Berufsplanung inspiriert.

Das Bild der Technik bzw. der TU Wien ist auch 2019 noch immer geprägt vom Klischee der Männerdomäne. Um dem entgegenzuwirken, vergibt die TU Wien seit 2015 den TU-Frauenpreis. „Es gibt viele erfolgreiche Frauen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich mit tollen Karrieren und Projekten. Trotzdem hält sich das Bild der männerdominierten Technik. Deshalb holen wir unsere Absolventinnen vor den Vorhang. Wir wollen zeigen, was Frauen leisten, und die nächsten Generationen an Technikerinnen inspirieren“, beschreibt Anna Steiger, Vizerektorin für Personal und Gender das Ziel des Preises.

Die Verleihung des vierten TU-Frauenpreises fand im Konferenzraum TUtheSky am Campus Getreidemarkt statt. Nach der Begrüßung durch Brigitte Ratzer, Leiterin der Abteilung Genderkompetenz, gratulierte Dr. Magarete Schramböck, Bundesministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung der Preisträgerin in einer Videogrußbotschaft. Die Bundesministerin hob darin auch das Jubiläum „100 Jahre Technikstudium für Frauen“ hervor, das mit bis dato 15.000 Absolventinnen eine Kleinstadt an hochqualifizierten Technikerinnen hervorgebracht hat.

Günther Brauner, emeritierter Professor am Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik) und Doktorvater von Dr. Zapreva betonte in seiner Laudatio die innovativen Ansätze der Preisträgerin – Risiko sei in der Wissenschaft der Weg zu Neuerungen. Als Top-Managerin gelte es aber auch strategisch zu denken und risikoarm die Innovationskraft zu erhalten. „Hohe Einsatzbereitschaft und hervorragende Problemlösungskompetenz zeichnen Susanna Zapreva aus“, weshalb der Frauenpreis 2019 hochverdient sei.

Preisträgerin Susanna Zapreva

Der vierte TU-Frauenpreis geht an die gebürtige Wienerin Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der enercity AG (Hannover).

Das Diplom- und Doktoratsstudium Elektrotechnik absolvierte sie an der TU Wien. Darüber hinaus schloss Frau Dr. Zapreva ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der WU Wien und an der University of South Australia in Adelaide ab. Sie startete ihre Karriere als Universitätsassistentin am Institut für Elektrische Anlagen der TU Wien, parallel war sie in der Beratungsbranche für Energieunternehmen tätig. 2001 wechselte Zapreva zur Wienstrom GmbH, wo sie verschiedene Abteilungen und Geschäftsfelder leitete. Von 2009 bis zu ihrem Wechsel zur enercity AG im März 2016 war Dr. Susanna Zapreva Geschäftsführerin der Wien Energie GmbH und hatte einige Aufsichtsrats- und Beiratsfunktionen inne.

Susanna Zapreva ist als herausragende Expertin in ihrem Fachgebiet mit umfangreichen Erfahrungen verdiente Preisträgerin des TU Wien Frauenpreises 2019. „Ich nehme diesen Preis mit großer Freude an und bedanke mich bei der TU Wien herzlich – auch für die schönen Jahre, in denen ich hier Elektrotechnik studiert und mein Doktoratsstudium absolviert habe. Das war eine tolle Zeit. Ich hatte das Glück, engagierten Studierenden und Lehrenden zu begegnen, die mich und meinen Weg stark positiv geprägt haben. Ich denke gerne an diese Zeit zurück und bin dankbar, dass die Menschen in dieser Institution mir ein Stück ihrer Leidenschaft für Technik, die Fähigkeit komplexe Systeme zu durchdringen und die Ausdauer mitgegeben haben. Diese Eigenschaften sind es, die für meinen Karriereweg entscheidend waren.“

Der TU-Frauenpreis

Seit 2015 zeichnet die TU Wien Absolventinnen aus, die in ihrem Berufsleben Projekte und Aufgaben durchgeführt haben, die von besonderer gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und/oder wissenschaftlicher Relevanz sind. Die Karriereoptionen eines technisch-naturwissenschaftlichen Studiums werden durch die individuellen Berufsbiografien greifbar. Die nominierten Frauen geben Berufsbildern ein Gesicht und sind Schülerinnen und Studentinnen Inspiration für die eigene Berufsplanung.

Die Preisträgerin wurde von einer hochkarätigen Jury aus Politik und Wirtschaft – Marion Gebhardt, Leiterin MA57, Martina Denich-Kobula, Landesvorsitzende „Frau in der Wirtschaft“ Wien, Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung, Anna Steiger, TUW-Vizerektorin für Personal und Gender – ausgewählt. Dass Susanna Zapreva in einer Studienrichtung mit besonders niedrigem Frauenanteil mit Auszeichnung promovierte und sich in ihrem Berufsfeld, der Energiewirtschaft, zudem durch innovative und zukunftsweisende Veröffentlichungen und Konferenzbeiträge auszeichnet, waren Teil der Jurybegründung.

Die Preis-Skulptur

Der Entwurf der Preis-Skulptur stammt von Helene Schauer, Architekturstudentin an der TU Wien. 2019 wurde die Skulptur mittels additiver Fertigung am Institut für Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie von Thaddäa Rath hergestellt. Lichtaushärtbarer Kunststoff gefüllt mit Kalziumphosphat wurde in 100 μm Schichten durch Belichtung mit einem Laser aufgebaut. Auf Grund des vorhandenen Überhangs wurde die Skulptur in zwei Teilen gedruckt und diese anschließend verklebt. Das Material wurde in der Zusammensetzung und Farbe Elfenbein nachempfunden und soll in weiterer Folge auch als Ersatzmaterial dafür dienen.

100 Jahre Technikstudium für Frauen

Der TU-Frauenpreis 2019 ist Teil des Jubiläumsjahrs „100 Jahre Technikstudium für Frauen an der TU Wien“. Erst mit einem Erlass 1919 öffneten sich die Hörsaal- und Labortüren für Frauen und ihre technisch-naturwissenschaftlichen Karrieren: Das feiert die TU Wien 2019 unter dem Motto „Die Technik ist weiblich“.

Das Jubiläumsjahr wird unterstützt von den Platinsponsoren ÖBB-Konzern, Verbund, Wiener Stadtwerke, sowie den Sponsoren AMAG, Lukoil und Der Standard und einer Spende der Firma Klöckner. Als Förderer des Jubiläumsjahrs und speziell des TU-Frauenpreises agiert die Berndorf Privatstiftung.

Bilderdownload: https://www.tuwien.ac.at/dle/pr/aktuelles/downloads/2019/frauenpreis2019 

No More Bullshit! x TU Wien: „Frauen und Technik“

No More Bullshit! x TU Wien: „Frauen und Technik“

Montag, 14. Januar 2019 von 18:00 bis 21:00
TU Wien, Kuppelsaal, Karlsplatz 13, 1040 Wien
Gastgeber: TU Wien und Sorority
Eintritt frei

Anmeldung unter http://tuwien.ac.at/NoMoreBullshit erforderlich!

2019 ist es exakt 100 Jahre her, dass Frauen* zum Technikstudium in Österreich zugelassen wurden – allerdings zunächst unter der Voraussetzung, dass sie männlichen Hörern keine Studienplätze wegnehmen. Bis dato haben mehr als 15.000 Frauen* die Technische Universität Wien abgeschlossen. Rund ein Viertel der TU-Studierenden ist weiblich, in etwa 800 Frauen* absolvieren ein TU-Studium pro Jahr. Auch heute halten sich Geschlechterklischees in technischen Ausbildungsstätten und Berufen hartnäckig:

“Frauen und Technik …, das kann ja nicht gut gehen!”
“Du bist doch gar nicht so hässlich, warum studierst du hier?”
“Frauen könnten eh studieren, aber sie interessieren sich eben nicht für Technik.”

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „No More Bullshit“ räumen das Frauennetzwerk Sorority und die Technische Universität Wien mit ausschließenden Weiblichkeitsmythen auf. In kurzen Keynotes zerlegen vier renommierte Technik-Absolventinnen sexistische wie wohlbekannte Stammtischphrasen – und zwar mit Witz und Fakten:

VORTRAGENDE
Marina Crnoja-Cosic, Leiterin “Technische Textilien” bei Lenzing
Brigitte Jilka, Stadtbaudirektorin der Stadt Wien
Barbara Oberhauser, Technische Chemikerin und OMV-Managerin
Sabine Seidler, Rektorin der Technischen Universität Wien

MODERATION
Sandra Nigischer, Sorority

Frau.Muslimin.Technik

Frau.Muslimin.Technik

Fotoausstellung von Asma Aiad

Trotz laufender Bemühungen ist der Frauenanteil im technischen Bereich immer noch gering. Frauen verdienen auch in diesem Bereich weniger und besetzen seltener Führungspositionen. Circa ein Drittel aller Studienbeginner_innen an der TU Wien sind Frauen, die Anzahl steigt langsam aber stetig. Die Geschlechterverteilung in den einzelnen Studien geht dabei allerdings weit auseinander und reicht von über 50 Prozent Frauenanteil bis zu knappen 10 Prozent in einzelnen Ingenieursdisziplinen.

Die Verteilung von Arbeit entlang Geschlechtergrenzen und die Segregation am Arbeitsmarkt machen auch an den Toren einer Universität nicht halt. Manche Frauen sind dabei mehrfach von Diskriminierung betroffen. Wo es Frauen in unserer Gesellschaft schwer haben, haben sie es noch schwerer. So kämpfen muslimische Frauen mehrfach gegen Ausgrenzung aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Religion und/oder ihrer Herkunft: als Frauen, als Musliminnen und oft als Frauen mit Migrationshintergrund. Sie kämpfen gegen Klischees und Stereotype und müssen sich doppelt und mehrfach anstrengen, damit ihre Leistungen wahrgenommen und anerkannt werden.

Mit diesem Projekt sollen muslimische Frauen in der Technik sichtbarer gemacht werden – um Klischees entgegenzuwirken und Stereotype zu dekonstruieren. Die Darstellung unterschiedlicher muslimischer Frauen, die in den verschiedensten technischen Bereichen tätig sind, soll dazu beitragen das Bild von Frauen und Diversität in der Technik zu einer Selbstverständlichkeit zu machen.

Derzeit ist die Ausstellung bis 5.4. am Getreidemarkt erstes Untergeschoß zu sehen.
5. – 9.4. Im Foyer 3.OG Karlsplatz
10.4 – 3.5. Aula Stiege 1 beim Prechtlsaal
3. – 23.5. Aula Gußhausstraße 27 – 29 Neues EI
24.5. – 16.6. Poststellenaula Karlsplatz 13
17.6. – 14.7. Aula Gußhausstraße 27 – 29 Neues EI
15.7. – 1.9. Freihaus Aula 2.OG gelb, Wiedner Hauptstaße 8-10
2.9. -29.9. Getreidemarkt erstes Untergeschoß
30.9. – 27.10. TU Bibliothek, Resselgasse 4
28.10. – 3.11. Aula Karlsplatz 13 Stiege1 beim Prechtlsaal
4.11. -1.12. Karlsplatz 13 Poststellenaula