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100 Jahre Frauenstudium, Chemie und Maschinenbau

100 Jahre Frauenstudium, Chemie und Maschinenbau

Ausstellungseröffnung Mittwoch, 29.5. um 15:00

Chemie- und Maschinenbaubibliothek
Standort: Getreidemarkt 9, A-1060 Wien, Plus-Energie-Hochhaus, Getreidemarkt 9/BA, 1. Stock
Die Ausstellung ist bis Frühjahr 2020 während der Öffnungszeiten der Chemie und Maschinenbaubibliothek zugänglich.

Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 09:00 – 19:00

von 09. Juli – 31. August: Mo bis Fr: 09:00 – 14:00

Begrüßung und Eröffnung

  • Leiterin der TU Bibliothek: Beate Guba
  • Ehemalige Leiterin des TU Archivs: Juliane Mikoletzky
Pioneers of Modernism

Pioneers of Modernism

German and Austrian Women Architects in Pre-State Israel

23. 5. 2019, 19:00 Uhr: TU Wien, Hörsaal 7 Schütte-Lihozky, Karlsplatz 13, 1040 Wien

Women architects began working in British Mandate Palestine (1920-1948) in 1921, with the arrival of architect Lotte Cohn from Berlin. In the late 1930s, seventeen women architects were already working locally, most of them graduates of Technische Hochschule in Germany and Austria who immigrated after the Nazi rise to power in Germany.  

Women architects have left a distinctive mark on the local architecture, fostering and promoting the ideas of modernist architecture. Apart from planning residential neighborhoods, villas, and apartment buildings, they planned urban projects and large-scale public buildings, thus enhancing the social and cultural fabric of the nascent Jewish community.

The lecture will highlight the notable part women architects played in laying the foundations of the new Jewish society in Mandatory Palestine by planning many of its social and cultural institutions. Special emphasis will be put on architects Dora Gad, Anna Klapholz and Helene Roth, graduates of the Technische Hochschule Vienna, and their work during the Mandatory Era and after the establishment of the State of Israel.

Short bio

Dr. Sigal Davidi is an architect and an architectural historian, lecturing at the Tel Aviv University School of Architecture. She writes and lectures on the history of architecture in Israel, with special interest in modernist architecture and women architects in pre-state Israel. Her book on women architects in pre-state Israel will be published in Hebrew this year.

Plattform für Streitreden

Plattform für Streitreden

Im Rahmen von „100 Jahre FRAUENstudium“ an der TU Wien, dessen Jubiläum mit dem 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts in Österreich zusammenfällt, wird von 16. Mai bis 16. Juni 2019 die „Plattform für Streitreden“ als Kooperationsprojekt der TU Wien mit Kunst im öffentlichen Raum GmbH realisiert. Welches neue Denken und Handeln braucht die Gesellschaft, um verkrustete Machtstrukturen aufzubrechen und damit (wieder) neue gemeinschaftliche Werte zu etablieren? Was kann „weibliches Denken und Handeln” (unabhängig vom Geschlecht) dazu beitragen? Braucht es eine neue Form von Feminismus?

Die Kultur der (politischen) Rede als offener Diskurs, wie sie Sokrates eingeführt hat, ist uns durch demagogische und andere Meinungen ausgrenzende Politreden zunehmend verloren gegangen – ebenso wie die Kultur des Zuhörens. Die von Studierenden realisierte, begehbare Skulptur, bezieht sich auf das Tortendiagramm und hinterfragt die Aussagekraft von Statistiken gleichermaßen wie den Zwang zum Hinaufklettern der Karrierestufen. Das heute oft einseitig vom Streben nach ökonomischem Erfolg geprägte Handeln grenzt zunehmend humanistische und soziale Werte aus. Jedoch kann Fortschritt in der  Wissenschaft und Technik nur dann zu Visionen für ein „gutes Leben für alle“ beitragen, wenn er mit sozialen und ökologischen Werten verknüpft ist.

Folder mit detailliertem Programm

Eröffnung

Donnerstag, 16. Mai 2019, 17 – 19 Uhr
Ort: Vor dem Haupteingang der Technischen Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

  • Anna Steiger, Vizerektorin TU Wien
  • Martina Taig, Kunst im öffentlichen Raum GmbH
  • Lea Halbwidl, Bezirksvorsteherin 4. Bezirk
  • Nicole Berger-Krotsch, Wiener Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin
  • Veronica Kaup-Hasler, amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft
  • Birgit Hebein, designierte Vize-Bürgermeisterin
  • Christian Kühn, Studiendekan der Fakultät für Architektur und Raumplanung 
  • Christine Hohenbüchler/Barbara Holub, TU Wien, Kuratorinnen

Anschließend: Poetry Slam zu 100 Jahre Frauenstudium, moderiert von Mieze Medusa mit Yasmin Hafedh aka Yasmo, Janea Hansen, Tereza Hossa und Isabella Scholda.

Erreichbarkeit: U1, U2, U4 Karlsplatz
Link zu google maps

Die Plattform für Streitreden ist ein Kooperationsprojekt der Kunst im öffentlichen Raum GmbH und der Technischen Universität Wien, kuratiert von Christine Hohenbüchler und Barbara Holub.

Netzwerke und Frauenfest

Netzwerke und Frauenfest

Netzwerken von und mit Frauen in (Natur)wissenschaft und Technik

ab 14 Uhr im Festsaal

Begrüßung durch Vizerektorin Anna Steiger

Vorstellung der hier (alphabetisch) aufgelisteten Netzwerke mit Pecha Kucha:

Michaela Faulhammer moderiert die Veranstaltung und nach einer Cafepause das Worldcafe zu Netzwerken.

bitte um Anmeldung: http://tuwien.ac.at/Netzwerk

Kinderbetreuung wird auf Wunsch angeboten, bitte um Anmeldung unter Angabe des Alters der Kinder bis 20. Mai im Anmeldelink vom Frauenfest.

Frauenfest

wir möchten Sie ganz herzlich zum nächsten TU Frauenfest am 14. Juni 2019 um 18:00 im Kuppelsaal einladen!

Was ist das TU Frauenfest?

Das TU Frauenfest wird seit einigen Jahren von engagierten Studentinnen und Alumnae der TU Wien organisiert, um die Vernetzung von Frauen in der Technik, insbesondere an der TU Wien, zu fördern. Das Angebot richtet sich vorrangig an Studentinnen, Absolventinnen und Mitarbeiterinnen der TU Wien, aber auch an Frauen, die an einem Studium an der TU Wien interessiert sind.

Eckdaten:

Zeit: Freitag, 14.Juni 2019, 18:00 (Einlass ab 17:30)
Ort: Kuppelsaal – Karlsplatz 13, 1040 Wien

Ablauf:

17:30: Empfang und Registrierung, Begrüßungsgetränk
18:00: Begrüßungsrede VR Anna Steiger und Rückblick auf bisherige Veranstaltungen
           Podiumsdiskussion mit Role Models (Absolventinnen der TU Wien)

Im Anschluss an den formellen Teil wird das Buffet eröffnet und das Netzwerken kann beginnen.

Wie schon in der Vergangenheit wird es auch dieses Mal wieder die Option einer Kinderbetreuung geben – bei Bedarf bitten wir darum dies bis 20.Mai 2019 via Anmeldung bekannt zu geben.
Wir bitten außerdem um Verständnis, dass aufgrund der großen Nachfrage nur angemeldete Teilnehmerinnen die Veranstaltung besuchen können.

>> Zur Anmeldung

Ausstellung: ZIVILTECHNIKERINNEN GESTALTEN ZUKUNFT

Di., 11.06.2019 nachmittags – Di 18.06.2019 vormittags im Foyer Karlsplatz 13, 1.Stock

Während der Pause des Netzwerktreffens sind die in der Ausstellung gezeigten Technikerinnen für Gespräche und Fragen zur Ausstellung und ihrer Arbeit vor Ort.

​Die Wanderausstellung „Ziviltechnikerinnen gestalten Zukunft“ ist ein Projekt des Ausschusses der Ziviltechnikerinnen Österreichs. Ziel ist es durch die Präsentation der Arbeit von Architektinnen, Bauingenieurinnen, Landschaftsplanerinnen, Vermesserinnen, Geologinnen etc. das Bewusstsein für die von Frauen erbrachten Leistungen zu wecken und die Kompetenz dieser Frauen mit ihren unterschiedlichen Projekten sichtbar zu machen.

TU Austria kürt „Technikerinnen der Zukunft“

TU Austria kürt „Technikerinnen der Zukunft“

Foto: Luiza Puiu

Am 25. April 2019 wurden die Gewinnerinnen des TU Austria Wettbewerbs „Technikerinnen der Zukunft“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung mit Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß fand im Festsaal der TU Wien statt.

Es braucht mehr Frauen in der Technik! Aus diesem Grund hat die TU Austria (Verbund der TU Wien, TU Graz und Montanuniversität Leoben) den Wettbewerb „Technikerinnen der Zukunft“ ins Leben gerufen. Möglich wurde der Wettbewerb durch die großzügige Unterstützung der Berndorf Privatstiftung und Lukoil International.
Schülerinnen der 9. – 13. Schulstufe waren aufgerufen sich mit inspirierenden Technikerinnen zu beschäftigen. Egal ob berühmt oder noch unbekannt, aus dem eigenen Umfeld oder historische Technikerinnen – Ziel war mehr als ein Portrait. Behandelt wurden die Fragen was genau an der Person als inspirierend empfunden wird und welche Auswirkungen die jeweiligen Leistungen haben oder hatten. Ebenso verlangt wurde ein Ausblick auf die eigene Laufbahn und welche Learnings von den portraitierten Frauen übernommen werden können.

Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß betonte in ihrer Begrüßung wie wichtig Vorbilder sind und forderte „Mut zur Technik! Technik ist spannend und bietet nach wie vor die Chance zu Pionierleistungen So kann jede Frau hier zum Vorbild für die nächste Generation werden“.

Ein Expert_innengremium aus Professor_innen der drei technischen Universitäten wählte die besten 10 Einreichungen aus, wobei gleich fünf zehnte Plätze vergeben wurden. Die Reihung erfolgte durch drei TU Austria-Vizerektorinnen.

Die Gewinnerinnen

Verliehen wurden die Preise durch Sonja Zimmermann als Vertreterin der Berndorf Privatstiftung und TU Wien-Vizerektorin Anna Steiger.

Als Gewinnerin setzte sich Alina Strasser mit ihrem Video zu Sally Menke durch. Platz 2 ging ebenfalls an ein Video: Lamia Kurt, Firdes Kiraci und Victoria Schneider Romera „interviewten“ Grace Murray Hopper. Platz 3 geht an die Mädchen des Wahlpflichtgegenstands Informatik des Gymnasiums Dachsberg, die ein textbasiertes Spiel zum Leben bekannter Informatikerinnen programmierten.

1. Preis – 700€ : Alina Strasser
2. Preis – 400€: Lamia Kurt, Firdes Kiraci, Victoria Schneider Romera
3. Preis – 400€: Hanna Wachtveitl, Lisa Seidermann, Lisa Häuserer, Sophie Gföllner und alle Mädchen des WPG Informatik des Gymnasiums Dachsberg
4. Preis – 400€: Sarah Jäger
5. Preis – 400€: Natalie Bertl
6. Preis – 300€ : Esra Kutluana, Beyza Kiraci, Sila Akarsu
7. Preis – 300€ : Verena Lueger, Vanessa Schmidt
8. Preis – 300€ : Josefa Hartl, Carina Hillimaier
9. Preis – 300€ : Alexandra Waldherr
10. Preis – 300€: Denise Dullnig, Valentina Brandner, Jenny Michl, Caroline Beckmann
10. Preis – 300€: Kira Gruber, Carmen Greber, Elma Kurtovic, Fanny Holzer
10. Preis – 300€: Kristina Schweiger, Dorka Sipöcz
10. Preis – 300€: Sophia Mathi, Flora Willinger
10. Preis – 300€: Andrea Waldherr

Fotos: Luiza Puiu

100 Jahre FRAUENstudium

Der TU Austria Preis 2019 „Technikerinnen der Zukunft“ ist Teil der Jubiläumsaktivitäten der TU Wien zu 100 Jahre FRAUENstudium. Bereits zum 16. Mal fand heute der Wiener Töchtertag an der TU Wien statt. Mädchen von 11–16 Jahren konnten die Arbeitsstelle ihrer Eltern Robotik-und 3D-Druck-Workshops besuchen. Der GirlsDayMini bot zwei Workshops für Mädchen im Kindergartenalter.

Rückfragehinweis:

Dr. Helga Gartner
Projektkoordinatorin 100 Jahre FRAUENstudium
Technische Universität Wien
T +43-1-58801-410865
100JahreFrauen@tuwien.ac.at

Festakt 100 Jahre Technikstudium für Frauen

Festakt 100 Jahre Technikstudium für Frauen

Die Technik ist weiblich

Die Technische Universität (TU) Wien ist als Österreichs größte Forschungs- und Bildungseinrichtung für Technik und Naturwissenschaften ein Ort der Motivation und Inspiration in der Forschungslandschaft Europas. Während rund der Hälfte der etwas mehr als zweihundertjährigen Universitätsgeschichte, hatten Frauen keinen regulären Zugang zum Studium an der Technischen Hochschule. Erst mit einem Erlass 1919 öffneten sich die Hörsaal- und Labortüren für Frauen und ihre technisch-naturwissenschaftlichen Karrieren.

Bundesminister Univ.Prof. Dr. Heinz Faßmann wird die Festrede halten.

Im Rahmen der Veranstaltung wird darüber hinaus der Titel Ehrenbürgerin der Technischen Universität Wien verliehen an

  • Anna C. FRANK
  • Mag.phil. Dr.phil. Juliane MIKOLETZKY
  • Ao.Univ.Prof.i.R. Dipl.-Ing. Dr.techn. Ingrid STEINER
  • Univ.Prof.i.R. Dr.phil. Ina WAGNER

Ein Ensemble der Akademischen Bläserphilharmonie wird eine Fanfare zum 100-Jahr-Jubiläum “ Technica Femina“ uraufführen. Für die weitere musikalische Umrahmung sorgen Mitglieder des TU-Orchesters.

Katrin Grumeth wird aus dem Jubiläumsband „1919 – 2019 100 Jahre Frauen an der Technischen Universität Wien“ lesen.

Der Facebook-Livestream zum Nachschauen:

Soundbites

Bildergalerie

Fotos: TU Wien/Matthias Heisler|goemb.at

Festakt 100 Jahre Technikstudium für Frauen
Montag 8. April 2019, 10 Uhr c.t.
Kuppelsaal der TU Wien
Karlsplatz 13, Stiege 1, 4. Stock

Pionierinnen der Architektur an der TH / TU Wien

Pionierinnen der Architektur an der TH / TU Wien

Die Ausstellung hängt bis Jahresende 2019 im Kuppelsaal ist aber aufgrund diverser Veranstaltungen im Raum nicht immer zugänglich. Die Ausstellungskuratorinnen bieten daher Führungen an. Treffpunkt ist immer im Kuppelsaal Karlsplatz 13, 4.OG und wir bitten um Anmeldung unter: 100JahreFrauen@tuwien.ac.at

  • 1.4. 12 Uhr Führung mit Sabine Plakolm
  • 22.5. 09 Uhr Führung mit Dörte Kulmann
  • 22.5. 11 Uhr Führung mit Lena Krautgartner
  • 17.9. 13 Uhr Führung mit Dörte Kuhlmann
  • 9.10. 13 Uhr Führung mit Lena Krautgartner
  • 30.10 17 Uhr Führung mit Sabine Plakolm

Frei zugänglich ist die Ausstellung an folgenden Terminen:

23.4. 9:00 – 19:00; 08.05. 09:00 – 14:00; 21.06. 09:00 – 14:00; 08.07. 09:00 bis 19:00; 24.09. 12:00 – 19:00 ; 25. 11. 09:00 bis 14:00 und 04:12. 09:00- 14:00

Die Ausstellung widmet sich den ersten Pionierinnen, die an der Technischen Hochschule zwischen 1919 bis in die Nachkriegszeit Architektur studierten und zum Teil auch schon promovierten. Durch exemplarische Einblicke in einige Biografien versucht die Ausstellung, Lebens- und Karrierewege der frühen Architektinnen nachzuzeichnen.

Da sich unter ihnen viele Frauen jüdischer Herkunft befanden, bedeutete das Jahr 1938 für sie eine existenzbedrohende Zäsur. Viele wurden ins Exil getrieben. Während des Krieges stieg der Frauenanteil an der TH deutlich an und manche arbeiteten auch für die Kriegs- und Rüstungsindustrie.

Nach dem Krieg leisten die Architektinnen einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau und übernahmen Bauaufgaben, die Frauen bislang vorenthalten wurden.

Namen der gezeigten Architektinnen:
Lucia Aichinger, Karola Bloch, Elizabeth Close, Dora Gad, Adelheid Gnaiger, Gusti Hecht, Ilse Koci, Helene Koller-Buchwieser, Brigitte Kundl, Edith Lassmann, Eva Mang-Frimmel, Ulrike Manhardt, Lionore Perin-Regnier, Melita Rodeck, Dita Roque-Gourary, Helene Roth, Elise Sundt, Slawa Walewa-Coen.

Folder zur Ausstellung
Einladung
TU-Frauenpreis 2019 für Susanna Zapreva

TU-Frauenpreis 2019 für Susanna Zapreva

Mit Susanna Zapreva (enercity AG) ehrte die TU Wien am 6. März 2019 zum vierten Mal eine Absolventin, die durch ihren Werdegang Inspiration und Vorbild für Schülerinnen und Studentinnen ist. Die Auszeichnung erfolgreicher Role Models mit dem TU-Frauenpreis erfolgt seit 2015.

Preisträgerin Susanna Zapreva, Rektorin Sabine Seidler

Die TU Wien ehrt damit seit 2015 Absolventinnen, deren Berufsbiografie als Vorbild für Schülerinnen und Studentinnen dient und diese für ihre eigene Berufsplanung inspiriert.

Das Bild der Technik bzw. der TU Wien ist auch 2019 noch immer geprägt vom Klischee der Männerdomäne. Um dem entgegenzuwirken, vergibt die TU Wien seit 2015 den TU-Frauenpreis. „Es gibt viele erfolgreiche Frauen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich mit tollen Karrieren und Projekten. Trotzdem hält sich das Bild der männerdominierten Technik. Deshalb holen wir unsere Absolventinnen vor den Vorhang. Wir wollen zeigen, was Frauen leisten, und die nächsten Generationen an Technikerinnen inspirieren“, beschreibt Anna Steiger, Vizerektorin für Personal und Gender das Ziel des Preises.

Die Verleihung des vierten TU-Frauenpreises fand im Konferenzraum TUtheSky am Campus Getreidemarkt statt. Nach der Begrüßung durch Brigitte Ratzer, Leiterin der Abteilung Genderkompetenz, gratulierte Dr. Magarete Schramböck, Bundesministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung der Preisträgerin in einer Videogrußbotschaft. Die Bundesministerin hob darin auch das Jubiläum „100 Jahre Technikstudium für Frauen“ hervor, das mit bis dato 15.000 Absolventinnen eine Kleinstadt an hochqualifizierten Technikerinnen hervorgebracht hat.

Günther Brauner, emeritierter Professor am Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik) und Doktorvater von Dr. Zapreva betonte in seiner Laudatio die innovativen Ansätze der Preisträgerin – Risiko sei in der Wissenschaft der Weg zu Neuerungen. Als Top-Managerin gelte es aber auch strategisch zu denken und risikoarm die Innovationskraft zu erhalten. „Hohe Einsatzbereitschaft und hervorragende Problemlösungskompetenz zeichnen Susanna Zapreva aus“, weshalb der Frauenpreis 2019 hochverdient sei.

Preisträgerin Susanna Zapreva

Der vierte TU-Frauenpreis geht an die gebürtige Wienerin Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der enercity AG (Hannover).

Das Diplom- und Doktoratsstudium Elektrotechnik absolvierte sie an der TU Wien. Darüber hinaus schloss Frau Dr. Zapreva ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der WU Wien und an der University of South Australia in Adelaide ab. Sie startete ihre Karriere als Universitätsassistentin am Institut für Elektrische Anlagen der TU Wien, parallel war sie in der Beratungsbranche für Energieunternehmen tätig. 2001 wechselte Zapreva zur Wienstrom GmbH, wo sie verschiedene Abteilungen und Geschäftsfelder leitete. Von 2009 bis zu ihrem Wechsel zur enercity AG im März 2016 war Dr. Susanna Zapreva Geschäftsführerin der Wien Energie GmbH und hatte einige Aufsichtsrats- und Beiratsfunktionen inne.

Susanna Zapreva ist als herausragende Expertin in ihrem Fachgebiet mit umfangreichen Erfahrungen verdiente Preisträgerin des TU Wien Frauenpreises 2019. „Ich nehme diesen Preis mit großer Freude an und bedanke mich bei der TU Wien herzlich – auch für die schönen Jahre, in denen ich hier Elektrotechnik studiert und mein Doktoratsstudium absolviert habe. Das war eine tolle Zeit. Ich hatte das Glück, engagierten Studierenden und Lehrenden zu begegnen, die mich und meinen Weg stark positiv geprägt haben. Ich denke gerne an diese Zeit zurück und bin dankbar, dass die Menschen in dieser Institution mir ein Stück ihrer Leidenschaft für Technik, die Fähigkeit komplexe Systeme zu durchdringen und die Ausdauer mitgegeben haben. Diese Eigenschaften sind es, die für meinen Karriereweg entscheidend waren.“

Der TU-Frauenpreis

Seit 2015 zeichnet die TU Wien Absolventinnen aus, die in ihrem Berufsleben Projekte und Aufgaben durchgeführt haben, die von besonderer gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und/oder wissenschaftlicher Relevanz sind. Die Karriereoptionen eines technisch-naturwissenschaftlichen Studiums werden durch die individuellen Berufsbiografien greifbar. Die nominierten Frauen geben Berufsbildern ein Gesicht und sind Schülerinnen und Studentinnen Inspiration für die eigene Berufsplanung.

Die Preisträgerin wurde von einer hochkarätigen Jury aus Politik und Wirtschaft – Marion Gebhardt, Leiterin MA57, Martina Denich-Kobula, Landesvorsitzende „Frau in der Wirtschaft“ Wien, Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung, Anna Steiger, TUW-Vizerektorin für Personal und Gender – ausgewählt. Dass Susanna Zapreva in einer Studienrichtung mit besonders niedrigem Frauenanteil mit Auszeichnung promovierte und sich in ihrem Berufsfeld, der Energiewirtschaft, zudem durch innovative und zukunftsweisende Veröffentlichungen und Konferenzbeiträge auszeichnet, waren Teil der Jurybegründung.

Die Preis-Skulptur

Der Entwurf der Preis-Skulptur stammt von Helene Schauer, Architekturstudentin an der TU Wien. 2019 wurde die Skulptur mittels additiver Fertigung am Institut für Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie von Thaddäa Rath hergestellt. Lichtaushärtbarer Kunststoff gefüllt mit Kalziumphosphat wurde in 100 μm Schichten durch Belichtung mit einem Laser aufgebaut. Auf Grund des vorhandenen Überhangs wurde die Skulptur in zwei Teilen gedruckt und diese anschließend verklebt. Das Material wurde in der Zusammensetzung und Farbe Elfenbein nachempfunden und soll in weiterer Folge auch als Ersatzmaterial dafür dienen.

100 Jahre Technikstudium für Frauen

Der TU-Frauenpreis 2019 ist Teil des Jubiläumsjahrs „100 Jahre Technikstudium für Frauen an der TU Wien“. Erst mit einem Erlass 1919 öffneten sich die Hörsaal- und Labortüren für Frauen und ihre technisch-naturwissenschaftlichen Karrieren: Das feiert die TU Wien 2019 unter dem Motto „Die Technik ist weiblich“.

Das Jubiläumsjahr wird unterstützt von den Platinsponsoren ÖBB-Konzern, Verbund, Wiener Stadtwerke, sowie den Sponsoren AMAG, Lukoil und Der Standard und einer Spende der Firma Klöckner. Als Förderer des Jubiläumsjahrs und speziell des TU-Frauenpreises agiert die Berndorf Privatstiftung.

Bilderdownload: https://www.tuwien.ac.at/dle/pr/aktuelles/downloads/2019/frauenpreis2019 

No More Bullshit! x TU Wien: „Frauen und Technik“

No More Bullshit! x TU Wien: „Frauen und Technik“

Montag, 14. Januar 2019 von 18:00 bis 21:00
TU Wien, Kuppelsaal, Karlsplatz 13, 1040 Wien
Gastgeber: TU Wien und Sorority
Eintritt frei

Anmeldung unter http://tuwien.ac.at/NoMoreBullshit erforderlich!

2019 ist es exakt 100 Jahre her, dass Frauen* zum Technikstudium in Österreich zugelassen wurden – allerdings zunächst unter der Voraussetzung, dass sie männlichen Hörern keine Studienplätze wegnehmen. Bis dato haben mehr als 15.000 Frauen* die Technische Universität Wien abgeschlossen. Rund ein Viertel der TU-Studierenden ist weiblich, in etwa 800 Frauen* absolvieren ein TU-Studium pro Jahr. Auch heute halten sich Geschlechterklischees in technischen Ausbildungsstätten und Berufen hartnäckig:

“Frauen und Technik …, das kann ja nicht gut gehen!”
“Du bist doch gar nicht so hässlich, warum studierst du hier?”
“Frauen könnten eh studieren, aber sie interessieren sich eben nicht für Technik.”

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „No More Bullshit“ räumen das Frauennetzwerk Sorority und die Technische Universität Wien mit ausschließenden Weiblichkeitsmythen auf. In kurzen Keynotes zerlegen vier renommierte Technik-Absolventinnen sexistische wie wohlbekannte Stammtischphrasen – und zwar mit Witz und Fakten:

VORTRAGENDE
Marina Crnoja-Cosic, Leiterin “Technische Textilien” bei Lenzing
Brigitte Jilka, Stadtbaudirektorin der Stadt Wien
Barbara Oberhauser, Technische Chemikerin und OMV-Managerin
Sabine Seidler, Rektorin der Technischen Universität Wien

MODERATION
Sandra Nigischer, Sorority

Frau.Muslimin.Technik

Frau.Muslimin.Technik

Fotoausstellung von Asma Aiad

Trotz laufender Bemühungen ist der Frauenanteil im technischen Bereich immer noch gering. Frauen verdienen auch in diesem Bereich weniger und besetzen seltener Führungspositionen. Circa ein Drittel aller Studienbeginner_innen an der TU Wien sind Frauen, die Anzahl steigt langsam aber stetig. Die Geschlechterverteilung in den einzelnen Studien geht dabei allerdings weit auseinander und reicht von über 50 Prozent Frauenanteil bis zu knappen 10 Prozent in einzelnen Ingenieursdisziplinen.

Die Verteilung von Arbeit entlang Geschlechtergrenzen und die Segregation am Arbeitsmarkt machen auch an den Toren einer Universität nicht halt. Manche Frauen sind dabei mehrfach von Diskriminierung betroffen. Wo es Frauen in unserer Gesellschaft schwer haben, haben sie es noch schwerer. So kämpfen muslimische Frauen mehrfach gegen Ausgrenzung aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Religion und/oder ihrer Herkunft: als Frauen, als Musliminnen und oft als Frauen mit Migrationshintergrund. Sie kämpfen gegen Klischees und Stereotype und müssen sich doppelt und mehrfach anstrengen, damit ihre Leistungen wahrgenommen und anerkannt werden.

Mit diesem Projekt sollen muslimische Frauen in der Technik sichtbarer gemacht werden – um Klischees entgegenzuwirken und Stereotype zu dekonstruieren. Die Darstellung unterschiedlicher muslimischer Frauen, die in den verschiedensten technischen Bereichen tätig sind, soll dazu beitragen das Bild von Frauen und Diversität in der Technik zu einer Selbstverständlichkeit zu machen.

Ausstellungsorte und Zeiten:
5. – 9.4. Im Foyer 3.OG Karlsplatz
10.4 – 3.5. Aula Stiege 1 beim Prechtlsaal
3. – 23.5. Aula Gußhausstraße 27 – 29 Neues EI
24.5. – 16.6. Poststellenaula Karlsplatz 13
17.6. – 14.7. Aula Gußhausstraße 27 – 29 Neues EI
15.7. – 1.9. Freihaus Aula 2.OG gelb, Wiedner Hauptstaße 8-10
2.9. -29.9. Getreidemarkt erstes Untergeschoß
30.9. – 27.10. TU Bibliothek, Resselgasse 4
28.10. – 3.11. Aula Karlsplatz 13 Stiege1 beim Prechtlsaal
4.11. -1.12. Karlsplatz 13 Poststellenaula